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Europa im Umbruch: Die Zukunft der Logistikzentren

Logistikzentren sind keine Schlüsselindustrie, sehr wohl aber gehören sie zu unserer wichtigsten Schlüssel-Infrastruktur unseres expandieren Wirtschaftsstandortes, trotz Corona Pandemie.

Bild: FALC / Fully Automated Logistics Center - @shutterstock | Chesky

Trotz einiger Schwierigkeiten in den Anfängen der Corona Pandemie hat die Logistik die Krise bisher bestens bewältigt. Was sie nicht alles meistern musste: Rasch steigendes Transportaufkommen über den E-Commerce Handel, als wäre es schon kurz vor Weihnachten. Abfangen der Verzögerungen in der Just-in-Time-Produktion, also der bedarfssynchronen Produktion, sowie den Supply Chain Einbruch auffangen und bestmöglich koordinieren.

Es ist also nicht nur das produzierende Gewerbe, das die Zukunft der Logistikzentren bestimmt, sondern auch der E-Commerce, der mit seinem Split-Case-Picking-System die Logistiker vor neue Herausforderung stellt. Nämlich die verschiedenen Kommissionierungsanforderungen von der automatisierten Einzelstück-Kommissionierung bishin zur Vollpalette zu meistern.

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Weitere Herausforderung sind die Urbanisierung und gleichzeitig die Grundversorgung in den ländlichen Regionen sicher zu stellen. Die Japaner sind uns ein stückweit voraus, indem sie u.a. auf ein lokales Hub System setzen (vgl. auch Hub and Spoke, lokal wie dezentral). Weg von statischen Prozessen, über die flexible und intelligenten Automatisierung hin zur KI gesteuerten Vollautomatisierung.

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Und dann ist da noch der Green Deal, der Plan der EU, 2050 der erste klimaneutrale Kontinent zu sein.

Logistiker zu sein, ist momentan nicht leicht. Es gleicht einer Mammutaufgabe, all diese Herausforderungen zu meistern. Es sollte jedem klar sein, dass das nicht mal so kurz geplant und gelöst werden kann. Hier sind vor allem die Intralogistik Experten gefragt, die ein vollumfängliches Konzept abliefern können und nicht nur ein Teil der Intralogistik darstellen. Logistik-Software (WMS), Kommissionierarten und Lagersysteme, die alle Voraussetzungen für eine digitale Transformation hin zu Industrie 4.0 abdecken, müssen von den Intralogistik Experten bewältigt werden, die das Know-how und das Portfolio haben. Die, die in Netzwerken zusammenarbeiten und die verschiedendlichsten Herausforderungen individuell und vor allem global lösen können.

Wie es Amazon macht

Schaut man sich einmal genauer um, dann sticht vor allem einer heraus: Amazon. Amazon hat es geschafft, die intelligente Automatisierung voranzutreiben und die verschiedenen Kommissionieranforderungen umzusetzen. Amazon hat mehr als 175 Logistikzentren auf der ganzen Welt. Dadurch wird ein schneller Versand an seine Kunden ermöglicht. 40 Logistikzentren allein sind in Europa, davon derzeit 12 in Deutschland. Amazon beschäftigt weltweit über 250.000 Mitarbeiter, davon sind rund 13.000 in Festanstellung in Deutschland.

Schon lange vor dem Green Deal setzte Amazon auf die autonome Stromversorgung. Amazon ist nicht nur Spitzenreiter in den Forschungsausgaben, es investiert auch in den Ausbau seiner Robotik. Und trotzdem, obwohl die Einnahmen von Amazon seit 2009 ebenfalls um mehr als das Zehnfache gestiegen sind, reichte das nicht aus, um den Anstieg der Logistikkosten auszugleichen. Im Jahr 2009 beliefen sich die Versand- und Fulfillmentkosten auf 15,6 Prozent des Nettoumsatzes. Bis 2019 war dieser Anteil auf 27,9 Prozent gestiegen. Ohne die von Amazon eingeleiteten Maßnahmen wären die Kosten um einiges höher!

Mehr dazu hier:

Fassen wir zusammen, die die Zukunft von Logistikzentren sicherstellen:

Einzelmaßnahmen nicht zielführend

Bei der Optimierung und Gestaltung von Logistikgebäuden und -anlagen reicht es nicht, nur einzelne Komponenten zu verbessen. Auch wenn Logistikhallen nach aktuellen Maßstäben der Energieeffizienz errichtet werden, muss deren Innenleben in die Energieplanung mit einbezogen werden. Die Gewichtung erfolgt jedoch auf unterschiedliche Art und Weise: Der Schlussbericht des Lehrstuhls für Fördertechnik Materialfluss Logistik und des Lehrstuhls für Bauklimatik und Haustechnik der Technischen Universität München kommt zu dem Schluss, dass drei Arten unterschieden werden müssen, bei denen die Gewichtung von Einsparpotenzialen divergieren.

Die Wichtigkeit einer skalierbaren, leistungseffizienten und energiesparsamen Intralogistik ist demnach ein ausschlaggebender Punkt bei der Planung eines autonomen Logistiklagers.

Energieeffiziente Komponenten in der Intralogistik

Der Trend in den nächsten Jahren ist klar. Daifuku ist weit voraus, was grüne wie effiziente Logistik angeht. Seit Jahrzehnten ist Daifuku auf energieeffiziente Intralogistikanlagen fokussiert. Dies ist zum einen auf die steigenden Kosten für Energie und zum anderen auf die politischen Einflüsse zurückzuführen.

Bei der Investition in eine neue Intralogistik geben nicht mehr ausschließlich die Leistungskriterien wie Durchsatz oder Dynamik den Ausschlag, auch der Energieverbrauch der Systeme wird im Rahmen von Ausschreibungen immer wichtiger. Der Verbrauch hängt dabei wesentlich von den zu bewegenden Massen ab. In den vergangenen Jahren hat Daifuku deshalb das Eigengewicht von Regalbediengeräten drastisch reduziert. Dadurch konnte bei gleichen oder besseren dynamischen Werten die Antriebsleistung der eingesetzten Motoren und damit der Energieverbrauch minimiert werden.

Ein konkretes Beispiel liefern die Paletten-Regalbediengeräte der H-Klasse, die bis zu einer Gerätehöhe von 40 Metern gebaut werden – hier wurden 25 % der Masse eingespart. Erreicht wurde dies unter anderem durch ein vollkommen überarbeitetes Mastdesign. Diese Lösung besteht aus einer Kombination von Gittermast und Stahlrohrprofilen. Ergänzt werden diese konstruktiven Maßnahmen durch ausgeklügelte Steuerungskonzepte, die zum Beispiel den Mastschwingungen beim Beschleunigen und Verzögern aktiv entgegenwirken.

Bild: Paletten-Regalbediengerät der H-Klasse ©Daifuku

In Kombination mit einem automatisierten Lagersystem bildet außerdem das STV (Sorting Transfer Vehicle) von Daifuku ein integriertes Transportsystem mit hoher Leistungsfähigkeit. Eine Rahmenstruktur mit weniger Schaltkästen führt zu einem um 9 % geringeren Gewicht, der Einsatz von hocheffizienten Motoren zu einer Reduzierung des Stromverbrauchs um 10 %, und auch die CO2-Emissionen sowie der Energieverbrauchs fallen um 10 % im Vergleich zu früheren Modellen.

Bild: STV - Sorting Transfer Vehicle ©Daifuku

Zusätzlich entwickelte Daifuku das Shuttle Rack M. Neben der gesteigerten Durchsatzleitung gegenüber einem konventionellen automatischen Kleinteilelager (AKL) senkt dieses System den Stromverbrauch, da das Verhältnis Shuttlegewicht zu Nutzlast besonders vorteilhaft ist.

Bild: Shuttle Rack M ©Daifuku

Smarte Intralogistik

Optimierung im Material Handling fördert nachhaltige Energiebilanz und ist ein leistungseffizienter wie grüner Fußabdruck durch eine intelligente Intralogistik.

Eine umweltfreundliche und ressourcenschonende Intralogistik erfordert hocheffiziente und gut durchdachte Material-Handling-Systeme. Nicht nur der Energieverbrauch von Anlagen ist damit gemeint, sondern auch die Effizienz einzelner Komponenten eines Logistikzentrums.

Erneuerbare Energie ist autonome Stromversorgung

Für Planungssicherheit und Kostensenkung:

Nicht nur die Politik, sondern auch steigende Energiekosten und Kundenanforderungen üben Druck für eine bessere Energiebilanz aus. Eine von PwC durchgeführte Studie zur Nachhaltigkeit in der Transport- und Logistikbranche kommt zu dem Ergebnis, dass Kundenanforderungen sogar der stärkste ausschlaggebende Punkt für Nachhaltigkeitsregelungen sind.

Immer mehr Unternehmen verschreiben sich daher einer umweltfreundlichen Lieferkette – nicht nur aus Gründen der Reputation.

Daifuku verfolgt bereits seit 2011 die Environmental Vision 2020, mit es für eine nachhaltige Umwelt stehen. Jede Geschäftstätigkeit erfolgt vor dem Hintergrund eines umweltbewussten Handelns. Dazu zählt insbesondere die Entwicklung und Bereitstellung von Materialflusssystemen mit geringer Umweltbelastung.

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